Barbara van Melle - Chefin von Slow Food Austria (Link) besuchte die Schinken Manufaktur Thum. Sehen Sie hier die Ausschnitte aus dem ORF Bericht der in Willkommen Österreich lief. [Videos © ORF - aufbereitet von webonly.at]

ORF Bericht komplett

Barbara van Melle und Slow Food!

Erdbeeren im Winter? Lebensmittel zum Diskontpreis? Oder Eier aus der Legebatterie? Für Barbara van Melle ist das alles undenkbar. Mit ihrer Begeisterung für regionale Produkte und genussvolles Essen macht sich die Journalistin nun auch im Namen von Slow Food Wien stark.



Barbara Van Melle über Slow Food:

Eigentlich kam ich mit dem Umweg über Amerika und dem Regisseur Peter Sellars zu Slow Food. Ich war Kuratorin für sein Festival New Crowned Hope und gerade zu diesem Zeitpunkt suchte das Convivium Wien eine neue Leiterin. Die dort anwesende Alice Waters, die Vize-Präsidentin von Slow Food International, meinte dann „du musst das unbedingt machen“. Als Journalistin habe ich relativ viele Kontakte und kann Menschen für die Idee begeistern. Slow Food braucht Aufwind in Österreich und der ist auch spürbar.

Mein Zugang zu Lebensmitteln deckt sich weitgehend mit dem jüngsten Buch von Carlo Petrini (Gründer und Präsident von Slow Food Anm.): Gut, sauber und fair. In erster Linie muss es also gut schmecken, zweitens muss es artgerecht produziert sein und drittens möchte ich einen fairen Preis für die Produkte bezahlen.

Einkaufen ist ein politischer Akt!

Ich bin davon überzeugt, dass Einkaufen ein politischer Akt ist. Ich treffe die Entscheidung, was ich unterstütze und was nicht. Ist das eine Frage des Geldes? Diesen Aspekt darf man natürlich nicht außer Acht lassen. Aber wenn ich mir anschaue, wo die Prioritäten vieler Österreicher liegen, dann relativiert sich dieses Argument. In der Schule wird diskutiert ob eine Bio-Jause 1 Euro oder 1,30 Euro kosten darf. Aber jedes Kind hat unzählige Computerspiele und Spielkonsolen. Das ist also eine Frage der Wertigkeit im Leben.

Ich würde mir diese Aufklärung und Transparenz auch im Gastronomiebereich wünschen! Für die Gäste sollte also auch auf der Speisekarte ersichtlich sein, woher die Produkte kommen.

Infos aus OTS und http://www.slowfood-wien.at/